Footer Website auf Laptop

Was ist das Ziel des Footers auf der Website?

Ich sehe zwei Ziele, die der Footer auf einer Website forcieren sollte:

1. Schauen wir uns diese Frage aus der Perspektive der Websitebesucher an. Landet jemand auf einer Website, informiert sich über deren Inhalt sowie das Angebot und landet beim Footer, sind i. d. R. alle Calls-to-Action und weiterführenden Links ignoriert worden. Wir müssen also davon ausgehen, dass der favorisierte Inhalt noch nicht gefunden worden ist. In diesem Fall gibt der Footer dem Benutzer die letzte Chance, nochmals eine weitere Seite zu besuchen oder Kontakt aufzunehmen, bevor dieser die Seite verlässt. Das Ziel des Footers ist also, die letzten Aktionsmöglichkeiten aufzuzeigen.   

2. Viele Websitebesucher sind es gewohnt, Kontaktdaten entweder im Menu-Punkt Kontakt oder im Footer aufzufinden. Ziel des Footers sollte es also sein, das Bedürfnis nach Kontaktmöglichkeiten beim Websitebesucher zu stillen.

Der Footer wird beim Website Redesign oftmals unterschätzt. Klar ist er nicht die wichtigste Ebene, aber dennoch sollte man nach der Definition des Menus, der Seitenstrukturen und der Inhalte vor Beginn der Entwicklung des CMS unbedingt genauer hinsehen.  

Was sollte demnach in den Footer?

1. Unternehmenslogo

Natürlich darf beim Abschluss der Seite – denken wir hier vor allem an das tendenziell lange Scrollen mit Mobilgeräten – das Logo nicht fehlen. Es ist die letzte Möglichkeit, das Unternehmen mittels Branding nochmals in Erinnerung zu rufen und damit ein weiterer Touchpoint.

2. Kontaktmöglichkeiten

Platziere im Footer auf jeden Fall die Kontaktmöglichkeiten deines Unternehmens (falls welche vorhanden sind). Hierzu gehören bei lokalen oder vorhandenen POS auch die Öffnungszeiten oder die Supportmöglichkeiten und zeitlichen Erreichbarkeiten. 

3. Social-Media-Kanäle

Verlinke im Footer deine Social-Media-Kanäle. Sinn und Zweck von Social Media ist es, die Besucher auf die Website zu locken, nicht umgekehrt. Deshalb platziert man Social-Media- Icons schon lange nicht mehr prominent auf der Website. Im Sinne eines Abschlusses und einer letzten Aktionsmöglichkeit gehören die Social-Media-Verlinkungen auf jeden Fall in den Footer. Das freut auch die Suchmaschine. 

4. Verlinkungen von Website-Seiten oder Menu

Hinsichtlich der Verlinkung von weiteren Unterseiten oder der gesamten Abbildung des Menus scheiden sich die Geister der Spezialisten. Der Trend geht eindeutig dahin, eher einen grösseren Footerbereich zu nutzen. Ich empfehle Kunden, Seiten, die wichtig sind und im Menu tendenziell nicht einfach zu finden sind, dort nochmals zu platzieren. Man muss im Footer nicht die komplette Hauptnavigation wiederholen, aber benutzerfreundlich und ansprechend umgesetzt, wäre auch dies möglich und z. B. für Onlineshops mit Produktkategorien hilfreich.

Aus SEO-Sicht sind interne Verlinkungen grundsätzlich gut und Suchmaschinen «verstehen» damit die Website und die Priorisierung der Seiten besser, wenn die wichtigsten Seiten im Footer verlinkt sind. Da der Footer im Normalfall auf jeder einzelnen Seite der Website sichtbar ist, sollte man dort entsprechend die Links platzieren, welche für die Besucher auch auf jeder Seite Sinn ergeben. Man kann sich beim Sammeln der Elemente für den Footer einfach fragen: Wie sinnvoll ist dieses Element für die Besucher auf jeder Seite und hilft es beim Navigieren und Auffinden der gesuchten Inhalte? Soll der Footer etwas grösser werden, hat z. B. sicher auch noch einmal die Suchfunktion Platz, falls diese generell vorhanden ist.

5. Blogbeiträge

Eine Möglichkeit für das Weiterlesen auf der Website stellen auf jeden Fall Blogbeiträge dar. Sie können nur mit der Headline oder auch als separater Abschnitt im Footer mit Bild und CTA platziert werden. Letztere sind oftmals auch vom Design her optisch von den Kontaktmöglichkeiten getrennt, kommen aber dennoch im Footer-Bereich auf jeder Seite zum Einsatz. 

6. Sign-up Newsletter

Das ist ein absolutes MUSS. Wenn man auf deiner Seite einen Newsletter abonnieren kann, dann gehört die Sign-up-Möglichkeit auf jeden Fall in den Footer. Je prominenter, desto besser!

7. Labels, Zertifikate, Auszeichnungen und Werte

Vor allem im Shopping-Bereich werden im Footer häufig Prüf- oder Trust-Labels platziert, um das Vertrauen des Besuchers zu erhöhen. Das gilt auch für Dienstleistungsunternehmen! ISO-Zertifikate, Hersteller-Labels oder Gütesiegel erhöhen das Vertrauen und gehören auf jeden Fall in den Footer.

8. Rechtliches

Ein absolutes MUSS im Footer sind die rechtlichen Informationen wie AGB, Impressum und Datenschutz. Da gibt es gar nichts zu diskutieren.

9. Events

Unternehmen, die häufig vor Ort oder online Events anbieten, sollten vielleicht ihre nächsten Veranstaltungen im Footer platzieren. Auch dies ist eine Aktionsmöglichkeit, die der abspringende Websitebesucher nutzen könnte.

Wenn ich zurückschaue, dann sind doch einige Punkte zusammengekommen, die man im Footer platzieren kann. Aber Vorsicht! Es ist wichtig, ein optimales und benutzerfreundliches Design anzuwenden, auch im Footer. Sammelt also eure Ideen und lasst anschliessend zuerst einen Designentwurf erstellen, von jemandem, der sich mit UI/UX auskennt. Inspiration zu möglichen Designs findet ihr unter anderem in diesem Beitrag: Wie man grossartige Footer erstellt: Aufbau, Elemente und Beispiele.

 

Was platziert ihr in eurem Footer?

Portrait Sabine Haidan

Autor: Sabine Haidan

Ich weiss, dass ich nichts weiss. Dennoch teile ich gerne, was ich weiss. Als kundenorientierte Marketing-Spezialistin setze ich auf Inbound Marketing, Growth Driven Webdesign und Marketing Automation. Zielorientiert, lernwillig, vertrauensvoll und ehrlich bin ich unterwegs als Coach, Teamplayer und Arbeits-Biene, die in jeder Veränderung eine Chance sieht. Aber es ist auch okay, eine Pause einzulegen! Dann trifft man mich beim Ski fahren, unter Freunden oder in meiner Heimat, der Oberlausitz.